Schlagzähigkeit (ISO 180)
Die Schlagzähigkeit ist ein Maß für die Fähigkeit des Werkstoffes, Stoßenergie und Schlagenergie zu absorbieren, ohne zu brechen. Dabei bestimmen eine Vielzahl an Faktoren die Schlagfestigkeit eines Bauteils:
- Wandstärke
- Form und Größe des Bauteils
- Temperaturen und
- Stoßgeschwindigkeit
Gemessen wird die Schlagzähigkeit mit Hilfe eines Schlaghammers. Die Schlagzähigkeit wird berechnet als das Verhältnis aus Schlagarbeit und Probekörperquerschnitt (Maßeinheit kJ/m2).
Es gibt verschiedene Messmethoden.
Izod-Schlagzähigkeit
Bei der Izod-Schlagzähigkeit wird der Prüfkörper hochkant eingespannt.
Charpy-Schlagzähigkeit
Bei der Charpy-Schlagzähigkeit wird er an den beiden Enden gehalten und in der Mitte angeschlagen.
Werkstoffe mit einer sehr hohen Schlagzähigkeit brechen nicht.
Kerbschlagzähigkeit
Die Kerbschlagzähigkeit wird mit einer gekerbten Probe gemessen. Aufgrund der Spannungskonzentration liegen die Werte deutlich tiefer. Die Kerbschlagzähigkeit ermöglicht eine Aussage über die Kerbempfindlichkeit eines Werkstoffes.
Die Izod-Schlagzähigkeit, die Charpy-Schlagzähigkeit und die Kerbschlagzähigkeit der 150 wichtigsten Thermoplaste und Duroplaste finden Sie in unserer Datenblattsammlung. |